
Nach den Weihnachtsferien stand für mich Anfang dieses Jahres das Halten der Examenspredigt auf dem Programm. Diese Premiere, vor der Klasse zu predigen, war eine (an)spannende Sache, aber eine sehr gute und positive Erfahrung.
Bis zum Ende von Annkas Examen war es dann bei mir eher ruhig, was Schulstress anging.
Als Annka dann ihr Examen „in der Tasche“ hatte, fingen bei mir die intensiven Examensvorbereitungen an. Wir haben uns da sehr gut abgewechselt, so dass über ein halbes Jahr eine abwechselnde Daueranspannung in unserer Wohnung zu spüren war.
In den Osterferien zogen wir dann nach Friedensdorf. Ein guter „Schachzug“ wie sich später herausstellte. Zum einen konnten wir so schon einmal Kontakte hier in Friedensdorf knüpfen und die Gemeinde vor dem offiziellen Beginn meines Anerkennungsjahres kennen lernen, zum anderen hatten wir den Umzugsstress nicht in den Sommerferien.
Anfang Mai hatten wir als dritte Klassen die Aufgabe im Rahmen des Christivals in Bremen den „Raum der Stille“ zu gestalten. Eine Gruppe, zu der auch ich zählte, hatte dies als Projekt im Projektunterricht gewählt – ein ganz schön großes Projekt. Wir waren dankbar, dass wir an alles gedacht hatten und alles reibungslos gelaufen ist.
Ende Mai und Anfang Juni standen dann die pädagogischen Prüfungen an (die theologischen Prüfungen liefen schon im Jahr 2007).
Der schulische Teil meiner Ausbildung endete mit einem Abschlussball Anfang Juli, an den sich dann 4 Wochen Ferien anschlossen.
Am 1.08.2008 begann mein Anerkennungsjahr hier in der FeG Friedensdorf. Anfangs galt es erst einmal alle Gruppen und Mitarbeiter kennen zu lernen. Doch die Wochen füllten sich immer schneller. Meine Aufgaben sind im Kinder- und Jugendbereich. Dort bin ich bei den Besprechungen der einzelnen Gruppen dabei, begleite die Mitarbeiter, mache Biblischen Unterricht, begleite Kinder und Jugendliche in ihren verschiedenen Lebensfragen und -phasen, arbeite in der Kreisjugendarbeit mit und versuche auch über die Kinder- und Jugendarbeit hinaus in der Gemeinde aktiv zu sein.
Auch für uns als Ehepaar war dieses Jahr herausfordernd. Oft hatten wir aufgrund unserer sehr unterschiedlichen Arbeitszeiten wenig Zeit füreinander. Der Urlaub im Oktober tat uns richtig gut und wir haben die gemeinsame Zeit sehr genossen.
Gleichzeitig haben wir schon das Jahr 2009 durchgeplant, was für uns sehr ungewohnt ist. Damit verbunden haben wir uns vorgenommen, uns immer wieder Zeit zu nehmen auch einmal nur für uns zu sein und Zeit für unsere Ehe zu haben.
Wir sind dankbar für dieses volle und interessante Jahr 2008 - dankbar, dass wir beide unser Examen geschafft haben, beide eine Arbeitsstelle haben, für die tolle Wohnung und die lieben Leute, die uns hier in Friedensdorf herzlich aufgenommen haben und uns zu Freunden werden.
Gespannt blicken wir auf das Jahr 2009 mit all den Veränderungen, die jetzt anstehen. Gott hat uns bis hierher wunderbar geführt und wir sind gewiss, dass ER dies auch weiterhin tun wird.
Wir wünschen Euch von Herzen ein besinnliches Weihnachtsfest, bei dem Ihr spürt, dass es an Weihnachten um mehr geht als um Stress, Geschenke und Familienfeiern. Weihnachten ist Gottes Geschenk an uns, denn Gottes Liebe für uns ist nicht klein zu kriegen.
Wir wünschen Euch ein frohes und von Gott bewahrtes Jahr 2009!
Seid gesegnet!